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Nur noch fünf schöne Sommer

  • Autorenbild: Anja Blodow
    Anja Blodow
  • vor 6 Tagen
  • 8 Min. Lesezeit
Anja Blodow Sommer

Die Überschrift klingt dramatisch. Wahrscheinlich liegen noch dreißig oder vierzig Sommer vor Dir. Nur steckt in dieser Rechnung ein Denkfehler. Wir zählen die Jahre, obwohl wir eigentlich die unbeschwerten Sommer zählen müssten. Denn längst nicht jeder Sommer wird einer, an den wir uns später erinnern.


Im Januar nehmen wir uns vor, dass dieser Sommer endlich anders wird. Mehr Zeit in der Natur, mehr Strand, mehr Sonnenuntergänge. Weniger Handy. Ein paar Wochen wirklich abschalten. Vielleicht die vierwöchige Reise, von der wir schon lange sprechen. Und dann passiert das Leben. Ein Projekt dauert länger als geplant, eine Beförderung bringt mehr Verantwortung als Freiheit, ein Kind wird krank, ein Elternteil braucht Unterstützung oder eine Krankheit wirft alle Pläne über den Haufen. Manchmal fehlt das Geld, manchmal die Zeit, manchmal einfach die Kraft. Es gibt unzählige Gründe, warum aus einem Sommer nicht der Sommer wird, den wir uns vorgestellt haben.


Richtig schöne Sommertage gibt es hier bei uns statistisch ca. 30 bis 45 jedes Jahr. Wenn Du aber nur 20 bis 30 Tage Urlaub pro Jahr hast, dann wirst Du davon nicht jeden Tag genießen können. Du bist im Büro und draußen ist Freibadwetter. Du zahlst viel Geld für einen Urlaub und während Du weg bist, ist es daheim wunderschön. Du kommt bei Regen zurück. Oder Du hast Wochenende und es schifft. Es schifft und Du willst spontan Urlaub nehmen, aber der Chef erlaubt es nicht. Oder Dein Urlaub ist schon verbraten. Du nimmst zwar Urlaub, aber es ist sauteuer. Oder Du wirst im Urlaub krank.

Trotzdem leben wir, als könnten wir jeden verpassten Sommer irgendwann nachholen. Fast jede Lebensphase bekommt ihr eigenes Versprechen. Wenn das Haus fertig ist. Wenn die Kinder größer sind. Wenn beruflich mehr Ruhe einkehrt. Wenn wieder mehr Geld da ist. Dieses kleine Wort wenn hat vermutlich mehr Träume verschoben als jedes andere Wort der deutschen Sprache.


Dabei interessiert sich das Leben herzlich wenig für unsere Zeitpläne.

Ich fand es als Angestellte doof, mit 30 Tagen Urlaub auskommen zu müssen, die ich auch noch mit meinen Chefs abstimmen muss. Freiheit ist für mich was ganz Wichtiges, und zwar vor allem, viel schöne Freizeit an schönen Orten zu verbringen, wenn ich gerade Lust darauf habe.


Kurzum: es ist als Angestellte(r) wahrscheinlich so, dass Du vielleicht nur noch fünf richtig schöne Sommer hast, die Du voll genießen kannst, weil schönes Wetter, Urlaub, Geld und Gesundheit in einem Zeitraum zusammenkommen.


Wir planen Urlaube sorgfältiger als unser Vermögen


Vor einigen Wochen erzählte mir eine Freundin begeistert von ihrem anstehenden Sommerurlaub. Sie hatte über mehrere Abende hinweg Hotels verglichen, Reiseblogs gelesen, Wetterstatistiken angeschaut und sich schließlich für eine Unterkunft entschieden, die genau sieben Minuten zu Fuß vom Strand entfernt lag. Die Bewertungen waren hervorragend, das Frühstück außergewöhnlich und irgendwo schrieb jemand, dass der Sonnenuntergang von der Terrasse aus besonders schön sei.

Ich musste schmunzeln, weil ich früher als angestellte auch so drauf war. Wer verreist, möchte schließlich, dass die wenigen freien Tage einfach fantastisch werden.

Später fragte ich sie beiläufig, ob sie sich eigentlich schon einmal mit dem Thema Vermögensaufbau beschäftigt habe.


Sie lachte: "Ach, dafür habe ich gerade wirklich keine Zeit."

Dieser Satz begleitet mich seit Jahren. Er fällt in ganz unterschiedlichen Gesprächen und doch meint er fast immer dasselbe. Eigentlich meint er nicht, dass keine Zeit vorhanden ist. Er bedeutet vielmehr, dass das Thema im Vergleich zu allem anderen gerade nicht wichtig genug erscheint.


Dabei ist genau das die eigentliche Ironie.

Wir investieren Stunden in die Suche nach der richtigen Ferienwohnung, vergleichen Flüge auf fünf Portalen, lesen Bewertungen von Restaurants, diskutieren über Mietwagen und Koffergrößen. Gleichzeitig erscheint uns ein Gespräch über unsere finanzielle Zukunft wie ein zusätzlicher Berg, den wir irgendwann später besteigen wollen.


Vielleicht ist das einer der größten Denkfehler überhaupt. Denn der Sommerurlaub dauert zwei oder drei Wochen. Eine gute finanzielle Entscheidung wirkt oft jahrzehntelang.


Es ist wie der Satz auf dem Ruderboot „Hört auf zu rudern, wir bauen den Motor ein.“ Und die Antwort „Wir haben keine Zeit den Motor einzubauen, wir müssen weiterrudern“.

Jeder Urlaub muss perfekt sein, weil Du unterbewusst weißt, dass Du nur noch 5 schöne Sommer hast.


Wieviel Zeit verbringst Du mit der Recherche für einen einzigen Urlaub? Was wenn Du diese Zeit in Immobilien stecken würdest, dann hast Du irgendwann so viel Vermögen und Einkünfte zur Verfügung, dass Du weniger arbeiten musst und mehr frei hast. Du kannst vielleicht insgesamt früher aufhören arbeiten. Oder Du kannst einen Job annehmen, der entspannter ist, weil Du schon Sicherheit geschaffen hast. Dass Du Teilzeit arbeiten kannst, wenn Dir das besser passt. Hör auf zu rudern und mach den Motor an.


Warum fällt uns das eine so viel leichter als das andere?

Ich glaube, weil Urlaub emotional sofort belohnt wird. Man sieht Bilder. Man riecht das Meer. Man freut sich auf den ersten Abend mit einem Glas Wein auf der Terrasse. Vermögensaufbau dagegen fühlt sich abstrakt an. Und es ist auch in bisschen wie Schmerzensgeld: „wenn ich im Job schon so ackern muss, dann gönne ich mir jetzt mal was und mach nur Urlaub“.

Denn Investments wären ja erstmal noch mehr Anstrengung, oder? Aber was, wenn Du mal einen Sommer lang auch Zahlen machst statt nur Sonnenuntergänge. Auch Verträge statt nur Strand.


Spoiler: man kann auch im Sonnenuntergang paar Zahlen durchrechnen oder am Strand mal einen Vertrag lesen.


Dabei geht es am Ende um genau dieselbe Frage. Wie möchtest Du leben?

Vielleicht möchtest Du dann spontan vier Wochen verreisen können, ohne vorher Dein Konto zu prüfen oder den Chef um Urlaub zu fragen. Vielleicht möchtest Du weniger arbeiten, weil Deine Kinder noch Unterstützung brauchen oder weil Du mehr Zeit mit Deinem Partner verbringen möchtest. Vielleicht möchtest Du irgendwann sagen können, dass Du eine Beförderung ablehnst, weil Dir Zeit wichtiger geworden ist als Geld.


All diese Wünsche haben erstaunlich wenig mit Geld zu tun. Sie haben mit Freiheit zu tun. Und Freiheit entsteht selten zufällig.

 

Wir überschätzen, was wir in einem Jahr schaffen. Und unterschätzen, was zwanzig Jahre bewirken.


Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich seit Jahren so intensiv mit Immobilien beschäftige. Nicht, weil ich Häuser besonders spannend finde oder weil ich Grundrisse sammle. Ehrlich gesagt interessiert mich das alles nur am Rande. Mich interessiert etwas ganz anderes. Mich interessiert die Frage, wie ich leben möchte und welche Entscheidung ich jetzt heute treffen darf damit ich es mir möglich mache. Und Immobilien und ein eigenes Business sind für mich die Vehikel, die mir mein Traumleben ermöglichen.


Es gibt einen Satz, den ich regelmäßig höre, egal ob auf Geburtstagspartys oder beim Mama-Sport. Wenn man mich fragt, was ich beruflich mache, machen viele große Augen und dann kommt schnell der Satz: "Irgendwann möchte ich mich auch einmal mit Immobilien beschäftigen."


Das klingt vernünftig. Fast verantwortungsvoll. Tatsächlich steckt dahinter aber oft dieselbe Hoffnung wie hinter all den anderen Irgendwanns. Irgendwann ist mehr Zeit da. Irgendwann sind die Kinder größer. Irgendwann verdiene ich mehr. Irgendwann verstehe ich das Thema besser. Irgendwann ist der Markt günstiger. Irgendwann.

Dieses Irgendwann ist erstaunlich geduldig. Es wartet seit Jahren auf Millionen Menschen.


Dabei ist Vermögensaufbau keine Belohnung für ein entspanntes Leben. Er ist häufig der Grund, warum das Leben später entspannter wird.


Ich glaube, wir haben das Thema über Jahrzehnte unnötig kompliziert gemacht. Immobilien klingen nach Bauträger, Statik, Grundbuch, Finanzamt, Verträgen und endlosen Aktenordnern. Viele Frauen stellen sich vor, sie müssten erst einen zweiten Beruf erlernen, bevor sie überhaupt darüber nachdenken dürfen, Eigentümerin einer Kapitalanlage zu werden.


Dabei erwartet niemand, dass Du selbst Wände ziehst, Heizungen einbaust oder Mietverträge schreibst. Genauso wenig erwartet jemand, dass Du ein Ingenieursstudium machst, um ein Auto zu fahren.


Trotzdem hält sich hartnäckig das Bild, eine Immobilie sei nur etwas für Menschen, die unendlich viel Zeit, Fachwissen oder handwerkliches Talent mitbringen.

Vielleicht sollten wir einmal anders darauf schauen.


Wenn Du eine Fernreise planst, wirst Du wahrscheinlich nicht Pilotin. Du steigst in ein Flugzeug, weil andere Menschen genau das gelernt haben. Wenn Du ein Haus bauen lässt, gießt Du in der Regel auch nicht selbst das Fundament. Du vertraust Fachleuten. Und wenn Du operiert werden musst, käme niemand auf die Idee, vorher Medizin zu studieren.


Warum glauben wir ausgerechnet beim Vermögensaufbau, alles allein verstehen und können zu müssen?

Diese Erwartung ist völlig unrealistisch. Und sie sorgt nur dafür, dass viele Frauen gar nicht erst anfangen.


Vor einiger Zeit habe ich mir deshalb einmal den Spaß gemacht und die gesamte Zeit zusammengerechnet, die eine Käuferin tatsächlich investieren muss, wenn sie von Anfang an professionell begleitet wird. Ich habe nicht geschätzt, sondern jeden einzelnen Schritt aufgeschrieben. Das erste Gespräch, Ziele festlegen, Finanzierungsoptionen, Objekt kennenlernen, Unterlagen verstehen, Kalkulation und Steuer verstehen, Besichtigung, Notar, Übergabe.

Am Ende stand eine Zahl, die selbst mich überrascht hat.

Ungefähr zehn Stunden.


Um ein Auto fahren zu dürfen braucht man viel mehr Zeit, Theoriestunden, Fahrstunden usw. und fast jeder hat einen Führerschein.


Ein Immobilieninvest ist mit zehn Stunden möglich. Diese 10 Stunden verteilen sich natürlich über mehrere Wochen, meist 3-4 Monate.

Als ich diese Übersicht veröffentlicht habe, kamen sofort Einwände: "Das kann doch niemals reichen."


Doch, sie reicht. Weil Du nicht alles selbst machen musst. Genau wie in jedem anderen Bereich Deines Lebens gibt es Menschen, deren Beruf genau darin besteht, Dich durch diesen Prozess zu begleiten.


  • 1 Stunde: Deine Ziele festlegen

  • 2 Stunden: Finanzierungsunterlagen zusammenstellen

  • 1 Stunde: Business Case und Objekt verstehen

  • 1 Stunde: Objektdaten verstehen

  • 1 Stunde: Bankabsprachen und Darlehen durchsehen

  • 1 Stunde: Besichtigung

  • 1 Stunde: Notarvertrag verstehen

  • 1 Stunde: Notartermin

  • 1 Stunde: Abnahme Wohnung


Das sind 10 Stunden für Finanzierung, Vertragsprüfung, Objektanalyse, Hausverwaltung, Notar, Steuerberater. Jeder übernimmt den Teil, für den er ausgebildet wurde.


Deine Aufgabe besteht nicht darin, Expertin für alles zu werden. Deine Aufgabe besteht darin, eine gute Entscheidung zu treffen und die Grundlagen zu verstehen.

Das ist ein gewaltiger Unterschied.

Und vielleicht erklärt genau dieser Unterschied, warum Frauen, die sich einmal darauf eingelassen haben, hinterher oft denselben Satz sagen: "Warum habe ich eigentlich so lange gedacht, das wäre kompliziert?"


Wir alle neigen dazu, Dinge größer zu machen, solange wir davorstehen. Aus der Entfernung wirkt ein Berg höher, als er tatsächlich ist. Erst wenn wir losgehen, merken wir, dass sich der Weg aus vielen kleinen Schritten zusammensetzt.

Genau so ist es mit Immobilien. Nicht die Immobilie ist kompliziert und raubt Dir viel Zeit, der erste Schritt fühlt sich nur ungewohnt an.


Ich glaube inzwischen, dass „keine Zeit“ die beliebteste Ausrede unserer Generation geworden ist.


Mehr Sommer lassen sich nicht kaufen. Mehr Freiheit schon.


Am Ende geht es für mich überhaupt nicht um Immobilien.

Es geht auch nicht um Rendite, Steuervorteile oder Quadratmeterpreise. All das gehört dazu, ist aber nicht der eigentliche Grund. Der eigentliche Grund ist Freiheit.

Die Freiheit, im Januar oder Juli oder Oktober spontan zu sagen: Lass uns fahren.

Die Freiheit, Arbeitszeit zu reduzieren, wenn das Leben plötzlich wichtiger wird als der nächste Karriereschritt.

Die Freiheit, den Kindern beim Start ins Leben helfen zu können, ohne selbst schlaflose Nächte zu haben.

Die Freiheit, den Winter zum Sommer zu machen, weil Du einfach in den Süden düsen kannst wenn hier alles grau ist.

Die Freiheit, mit sechzig oder siebzig noch neugierig auf den nächsten Sommer zu sein, weil krass viel Geld da ist und Du fast nicht weißt, wie du alles ausgeben sollst.

Vielleicht bleiben Dir keine fünf schönen Sommer. Vielleicht hast Du Glück und es werden es zehn, zwanzig, dreißig, … oder es ist noch genau einer, weil Du von dem ganzen Stress in der Arbeit dann Krebs kriegst.


Was wir allerdings beeinflussen können, ist die Wahrscheinlichkeit, wie viele dieser Sommer wir wirklich frei erleben.


Deshalb investiere ich. Weil ich es liebe, das Beste für mich und meine Kids aus jedem Tag und jedem Jahr rauszuholen. Ich will das sie und ich selbst noch sehr viele fantastische Sommer haben.


Und genau deshalb wünsche ich jeder Frau, dass sie jetzt mit Immobilien loslegt und sich damit selbst und für ihre Familien noch viele wunderschöne Sommer sichern.

Die meisten Frauen haben später nicht zu wenig Geld. Sie haben zu viele Jahre verschenkt, in denen ihr Geld hätte arbeiten können. Und grad jetzt, wo alle im Urlaub sind, gibt es tolle Immobiliendeals. See you.

 
 
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