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Warum das System 'Zeit gegen Geld' für Frauen nicht funktioniert

  • Autorenbild: Anja Blodow
    Anja Blodow
  • 27. Feb. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Apr.

Anja Blodow_ Zeit gegen Geld

Ich will heute über ein Thema sprechen, das mich schon länger beschäftigt: Warum das klassische „Zeit gegen Geld“-Modell für uns Frauen oft nicht aufgeht. Vielleicht kommt Dir das bekannt vor: Du arbeitest hart, versuchst jeden Tag Job, Kinder, Familie und gefühlt 100 andere Dinge unter einen Hut zu bekommen – und trotzdem bleibt am Ende des Monats kaum Geld übrig. Und Zeit für Dich hattest Du auch nicht. Aber woran liegt das eigentlich?

Lass mich kurz erklären, warum ich denke, dass das Problem im System liegt – und nicht bei uns Frauen.

 

Warum das System "Zeit gegen Geld" Frauen benachteiligt


Ganz ehrlich: Das klassische Angestelltenverhältnis wurde nie wirklich für uns Frauen gemacht. Gerade wenn wir versuchen, Familie, Karriere und finanzielle Unabhängigkeit unter einen Hut zu bringen, stoßen wir immer wieder an Grenzen. Grenzen auf die wir oft nur bedingt Einfluss nehmen können.

Hier sind drei Punkte, die mir besonders auffallen:


  1. Teilzeit und Care-Arbeit: Viele von uns arbeiten in Teilzeit, um sich um Kinder oder pflegebedürftige Familienmitglieder zu kümmern. Laut statistischem Bundesamt arbeiteten im Jahr 2023 in Deutschland etwa 46,1 Millionen Menschen, davon waren rund 16,1 Millionen Frauen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Von diesen Frauen waren etwa 50 % in Teilzeit tätig, was bedeutet, dass ungefähr 8 Millionen Frauen einer Teilzeitbeschäftigung nachgingen Das Problem? Weniger Arbeitszeit bedeutet weniger Gehalt, weniger Rentenansprüche und oft auch weniger finanzielle Freiheit. 

  2. Inflation und unsichere Renten: Die Lebenshaltungskosten steigen, wir arbeiten größtenteils für die Miete, die Rentenlücke hängt wie ein Damoklesschwert über uns und von offizieller Seite gibt es derzeit keine Lösungen dafür. Wir Frauen spüren diese Folgen oft noch stärker weil wir laut Studien häufig in schlechter bezahlten Berufen arbeiten oder durch Teilzeitjobs weniger Chancen auf Gehaltserhöhungen haben.

  3. Leistung wird nicht belohnt: Wie oft hast Du das Gefühl, dass Deine Leistung nicht zählt, sondern nur, wie lange Du "anwesend" bist? Dieses System bevorzugt Menschen, die unbegrenzt Zeit investieren können – ein Luxus, den viele von uns – gerade Mütter - nicht haben.


 

Die Frage ist also: Wie kommen wir Frauen da raus?


Es gibt Wege, wie wir uns unabhängiger machen können. Wir müssen uns nur trauen, sie auch zu beschreiten.

Hier sind zwei Ansätze, die mir persönlich geholfen haben, meine Perspektive zu ändern:


  1. Ich lasse mein Geld für mich arbeiten. Egal ob ETFs, Aktien oder Immobilien – auch kleine Beträge können große Wirkung haben. Das Wichtigste ist, anzufangen und sich Finanzwissen anzueignen. Ich habe gemerkt: Jede noch so kleine Investition gibt Dir ein Stück Freiheit zurück, weil Du anfängst Deine Zeit vom Geldverdienen zu entkoppeln. Du verdienst Geld, auch wenn Du gerade im Urlaub bist, mit Deinen Kindern spielst oder einfach mal Pause machst. Bei ETFs und Aktien arbeitet Dein Geld für Dich. Und mein größtes Learning war: Bei Immobilien kann ich sogar Geld von der Bank leihen und dieses zusätzliche Geld für mich arbeiten lassen. Das kannst Du auch.


  2. Ich habe an meine persönliche Superpower geglaubt und mich selbstständig gemacht. Als angestellte Anwältin war mein Gehalt durch den Arbeitgeber gedeckelt. Aber mit meinem eigenen Business konnte ich bestimmen wieviel meine Zeit wert ist. Ich kann bestimmen wie wo was und wann ich mit wem arbeite und ich kann meine Preise selbst bestimmen. Ich zum Beispiel habe meine 10-Jahre Erfahrung als Anwältin und Coach mit meiner privaten Erfahrung als Immobilieninvestorin kombiniert und ein Business daraus gebaut. Ob durch digitale Produkte, Coaching oder andere Dienstleistungen – es gibt so viele Möglichkeiten, wie kluge Frauen mit viel Lebenserfahrung ihr Einkommen von der reinen Arbeitszeit entkoppeln können. Und mit der Digitalisierung steht Dir faktisch die ganze Welt offen.


 

Wie stehst Du zu diesem Thema? 


Du hast noch keinen echten Plan für Deine finanzielle Zukunft? Oder hoffst einfach, dass es schon irgendwie passt, sich irgendwann und sich irgendwo schon was ergibt? Falls das Dein Plan ist, ist Dir die Rentenlücke so gut wie garantiert. Bitte nimm Dein Leben aktiv in die Hand.

 

Frag Dich:


  • Was ist Dir eigentlich wirklich wichtig? – Und arbeitest Du gerade überhaupt darauf hin?

  • Welche Superkräfte hast Du schon? – Spoiler: Mehr, als Du denkst.

  • Arbeitest du nur für Geld – oder arbeitet dein Geld auch für dich?

  • Hast du eine echte finanzielle Vision? – Oder nur ein diffuses „Ich will mehr Geld“-Gefühl?



 
 
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