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Mietrendite: Wenn Deine Wohnung für Dich arbeitet, statt umgekehrt

  • Autorenbild: Anja Blodow
    Anja Blodow
  • 5. Juni 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Apr.

Anja Blodow_Immobilienrendite

Immobilienrendite klingt trocken – bis Du sie auf Deinem Konto siehst


Wenn Du gerade dabei bist, Dich mit dem Thema Immobilieninvestment zu beschäftigen, dann bist Du vermutlich schon über den Begriff Mietrendite gestolpert. Und vielleicht hast Du auch schon Excel-Vorlagen gesehen, bei denen Dir nach der dritten Zeile der Kopf raucht. Sind das wirklich alle Kosten oder hab ich was übersehen? Und wie ist das mit der Steuer?


Aber keine Sorge: Du brauchst keine komplizierten Tools, um als Einsteigerin klug zu entscheiden. Was Du brauchst, ist ein klarer Blick, eine einfache Formel und ein bisschen Lust, die Sache wirklich zu verstehen.

Denn: Die Mietrendite ist nur der Anfang. Wirklich spannend wird es, wenn Du weißt, was nach 10 Jahren möglich ist, zum Beispiel durch Verkauf mit Gewinn oder eine Nachbeleihung zur Finanzierung der nächsten Immobilie.


Die superleichte Formel für Deine Mietrendite


Keine Sorge, hier kommt keine Mathe-Klausur. Nur eine wirklich einfache Rechnung: 

Du brauchst zwei Zahlen:


  • Die Jahreskaltmiete (was Du netto pro Jahr einnimmst)

  • Den Kaufpreis (inkl. Nebenkosten – denk an Notar, Grunderwerbsteuer, Makler etc.)


Dann gilt:

Bruttomietrendite = (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis) × 100


Gucken wir uns das mal in einem Beispiel an: Eine Wohnung kostet Dich 450.000 €. Die Mieteinnahmen liegen bei 1.200 € im Monat = 14.400€ im Jahr.

Rechnung: (14.400 ÷ 450.000) × 100 = 3,2 % Bruttomietrendite


Diese Formel ist ideal für den ersten Überblick – schnell, einfach, klar.

Aber was gilt als „gute“ Mietrendite? Grob kann man sagen:


  • unter 3 %: meist zu niedrig, außer in wachstumsstarken Lagen

  • 3–4 %: häufig in Städten – okay, aber nicht super

  • 4–6 %: attraktiv und solide – ideal für viele Einsteigerinnen, weil ab hier auch oft die Bankrate durch die Miete gedeckt wird…..

  • über 6 %: möglich, aber meist mit höherem Aufwand verbunden


Wichtig: Lass Dich nicht blenden. Eine 6 %-Rendite klingt sexy, aber wenn Du dafür monatlich auf Reparaturen wartest oder ewig keinen Mieter findest, bringt’s wenig. Immer das große Ganze anschauen.


Ich habe mir gerade in München eine Wohnung für 622.000 EUR gekauft, mit einer Rendite von 5,3% und das in einem nachgefragten Viertel im Münchner Norden. Gerade langfristig gesehen, ein Glücksgriff. Also Ausschau halten nach guten Deals und dann zuschlagen.


Mietrendite ist der Anfang – nicht das Ziel


Viele rechnen sich am Anfang die Mietrendite schön und vergessen dabei, was langfristig wirklich zählt:


  • Deine Tilgung: Du baust Monat für Monat Vermögen auf

  • Deine Wertentwicklung: Je nach Lage kann das ganz schön was bringen

  • Dein Eigenkapitalwachstum:  Je mehr Du tilgst, desto mehr gehört Dir

  • Deine Flexibilität nach 10 Jahren - und hier wird’s richtig spannend


Denn: Ab Jahr 11 darfst Du nach jetziger Rechtslage steuerfrei (!) verkaufen. Und was dann möglich ist, macht oft erst richtig Lust auf’s Investieren. Denn Deine Immobilie arbeitet für Dich. Jeden Monat. Jeden Tag. Und nach 10 Jahren räumst Du dann die ganze Wertsteigerung für Dich ab. Cash for free sozusagen.


Wertsteigerung clever nutzen: Verkaufen oder nachbeleihen?


Jetzt wird’s spannend und zwar richtig. Stell Dir vor: Du hältst Deine Wohnung seit 10 Jahren, sie ist im Wert gestiegen. Was nun?


Option 1: Verkauf nach 10 Jahren – steuerfrei


Beispiel: 


  • Kaufpreis: 200.000 €

  • Verkaufspreis nach 10 Jahren: 280.000 € 

  • Restschuld: 160.000 € 

  • Überschuss: 120.000 € – steuerfrei!


Mit diesem steuerfreien Überschuss kannst Du jetzt einiges tun:


  • Neue Immobilien kaufen – und Dein Portfolio ausbauen

  • Eine größere Immobilie finanzieren

  • Ein Eigenheim kaufen oder den Kredit ablösen

  • Andere Kredite ablösen oder in ETFs, Bildung, Träume investieren

  • Oder: Eine Weltreise machen. Warum nicht?



Option 2: Nachfinanzierung – Kapital freilegen, ohne zu verkaufen


Wenn Du sagst: „Nee, die Wohnung ist mir ans Herz gewachsen“, kein Problem. Dann prüf mit Deiner Bank eine Nachbeleihung. Du hebst damit den gestiegenen Wert und wandelst ihn in frisches Kapital um.


Beispiel: 

Marktwert: 280.000 € | Restschuld: 160.000 €

Die Bank finanziert die Restschuld zu 100% → 160.000 €, theoretisch also 120.000 Kreditlinie frei, die die Banken aber immer mit Sicherheitspuffer behandeln, also bleiben als neue Kreditlinie: ca. 80.000 bis 100.000 € frei verfügbar


Damit kannst Du die nächste Wohnung kaufen, Dein Business finanzieren oder ein Polster schaffen. Hauptsache: Es bringt Dich weiter. Natürlich brauchst Du dafür eine gute Bonität und stabile Mieteinnahmen, aber es ist ein mächtiger Hebel für Deinen Vermögensaufbau.


Verständlich rechnen, strategisch wachsen


Du brauchst keine Wall-Street-Mentalität. Und keine 50-Zeilen-Tabelle mit Makros. Was Du brauchst:


  • Verständnis für Zusammenhänge

  • Freude am Denken in Jahren statt in Wochen

  • Vertrauen in Deine Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen


Ich geb’s zu: Als ich zum ersten Mal von Rendite, Beleihungswert und Nachfinanzierung gehört habe, fühlte sich das an wie „Finanzsprache für Fortgeschrittene“. Aber irgendwann hat’s Klick gemacht.


Nicht, weil ich plötzlich Finanzmathematikerin wurde. Sondern weil ich begriffen habe: Es ist mein Geld. Mein Vermögen. Mein Leben. Und ich will verstehen, was da passiert. Du musst keine Expertin sein, um loszulegen. Aber Du darfst zur "Macherin" werden, mit einem klarem Blick nach vorne und wachsendem Wissen.


Vielleicht ist genau dieser Artikel Dein Einstieg. Vielleicht war’s nur ein Impuls. Oder Du bist längst unterwegs und brauchst aber noch etwas Klarheit oder eine Strategie, die wirklich zu Dir passt. Was auch immer Dich gerade beschäftigt: Lass uns gern darüber sprechen.

Ich nehme mir Zeit für Frauen, die den nächsten Schritt gehen wollen, sei es die erste Immobilie, ein Rechenverständnis oder der langfristige Plan zum Vermögensaufbau.


Du kannst Dir gerne ganz unkompliziert ein Gespräch mit mir buchen.


Denk dran, Du musst nicht alles allein herausfinden. Manchmal reicht ein Gespräch, um die Dinge endlich in Bewegung zu bringen.

 
 
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